Wie man und was genau die neue Generation Z motiviert ist eine Herausforderung für viele Unternehmen. Was braucht diese Generation und wie können wir diese zur Höchstleistung animieren? Wir versuchen mithilfe einer der Motivationstheorie “2 Faktoren-Theorie” von Herzberg eine Antwort darauf zu geben. 

 

Jede Generation hat ihre eigenen Idole, eigene Musikrichtung, eigene Mode. Was für die einen  die Beatles waren, war eine Generation später die Backstreet Boys oder noch später One Direction oder Avicii.
So ist es auch in der Arbeitswelt, jede Generation tickt anders. Dadurch ergeben sich vielfältige Erwartungen und Bedürfnisse in einem Unternehmen, sobald mehrere Generation unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufeinandertreffen. Diese Vielfalt gilt es zu berücksichtigen, wenn es um die Arbeitsweise und die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geht. Denn auch die Motivationen sind je nach Alter unterschiedlich. 

Unsere Einstellungen und Werte werden beeinflusst von unserem Umfeld, unseren Erfahrungen und auch von unserem Alter. Es gibt einige Studien die davon ausgehen und erforschen, dass die individuelle Arbeitssichtweise auch generationsabhängig ist und sich je nach Generation verändern kann. So hat auch die Generation Z ihre eigene Sichtweise auf die (Arbeits)Welt. 


Wer ist die Generation Z? 

Generation Z beschreibt all jene, die ab dem Jahr 1997 geboren wurden. Sie werden oft auch als “Digital Natives” bezeichnet,  weil sie genau diejenigen sind, die mit der Digitalisierungswelle rund um Computer, Internet und Co groß geworden sind. Die “Welt der Smartphones” ist für sie keine Neue, sondern Alltag und so gehören Anwendungen und Begriffe wie Whatsapp, Spotify und Instagram zum alltäglichen (Sprach-)Gebrauch. 

Auch die Einstellung zu Kommunikation ist eine andere, als vielleicht die der vorgehenden Generationen: Durch die Digitale Normalität kann Kommunikation für sie immer und überall stattfinden, und das schnell, direkt und sofort. 

Wer ist Gen Z ?

 

Warum ist Motivation wichtig und was ist Motivation? 

Motivation ist ein Begriff, der sich nicht in einem Satz und nicht einheitlich und ganzheitlich definieren lässt. Es geht darum, sich selbst oder andere so zu animieren und mit Worten oder Taten zu beeinflussen, dass man das Verhalten (positiv) beeinflusst. 

Wo die Quelle für die Motivation liegt kann genauso unterschiedlich wie die Erklärungsansätze sein. Sie kann getrieben werden durch eigene Triebe und Bedürfnisse, durch vorhandene Erwartungen oder durch sehr situative Umstände. 

Wie Motivation dabei genau ausschauen kann, kann ganz unterschiedlich sein und ist individuell auf die Personen und deren Realität abzustimmen. Das ist auch der Grund, warum die Generation ein wichtiger Faktor zur Berücksichtigung bei der Motivation ist. 

 

Die 2 Faktoren-Theorie nach Herzberg

Frederick Herzberg war ein US-amerikanischer Professor für Psychologie und Arbeitswirtschaft und setzte sich im Zuge dessen auch mit der Motivation von Arbeiterinnen und Arbeitern auseinander. Diese Theorie, die auf 2 Faktoren beruht, lässt sich auch einfach auf die Arbeitsweise der heutigen Generation Z umlegen. 

Herzberg geht in seiner Theorie davon aus, dass es 2 Richtungen für Motivation geben kann: Weg von Unzufriedenheit und Hin zu Zufriedenheit. Erstere fragt sich: Was muss ich tun, um weg von einer Unzufriedenheit zu kommen? Sozusagen vom negativen Bereich in einen neutralen Bereich. Diese Richtung wird motiviert durch die sogenannten “Hygienefaktoren”. Sie bilden die Basis gegen Unzufriedenheit in der Arbeit.

Die zweite Richtung ist Hin zu Zufriedenheit. Das kann auch gesehen werden, als die Motivation und die Handlungen, die unsere neutrale Sichtweise zu einer Zufriedenen weiterzuentwickeln. Die sogenannten “Motivatoren” helfen hierbei einen Anstoß für mehr Zufriedenheit und dadurch mehr Leistung zu geben. 

Wichtig zu beachten ist hierbei, dass Hygienefaktoren als Basis geschaffen werden müssen, um zusätzlich mit Motivatoren arbeiten zu können und die Zufriedenheit zu steigern. Gibt es keine gute Basis an Hygienefaktoren, helfen auch keine übermäßigen Motivatoren um die Motivation zu retten. Das ist vergleichbar mit einem Space Shuttle. Die Hygienefaktoren sind die Basis des Shuttles, die es braucht um vorbereitet werden zu können und später abheben zu können. Gibt es diese nicht, kommt das Space Shuttle bereits zu Beginn ins Wackeln und wird nicht durchstarten können. Sobald das Space Shuttle abhebt, kommen die Motivatoren ins Spiel. Sie sind der Antrieb immer höher und weiter zu fliegen und nicht auf halbem Weg auf der Strecke zu bleiben. 

Hygienefaktoren& Motivatoren als Starthilfe

Hygienefaktoren und Motivatoren für die Generation Z

Hygienefaktoren für die digital natives sind Bausteine wie Sicherheit am Arbeitsplatz, eine angenehme Arbeitsatmosphäre und auch die Entlohnung. Zusätzlich dazu spielt bei der jungen Generation auch die Digitalisierung und Modernisierung am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle. All das stellen Aspekte da, die für eine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Gen Z gegeben sein müssen, damit er oder sie nicht unzufrieden in der Arbeit ist. 

Ein Motivator, allgemein und ganz besonders in dieser Generation, ist Feedback. Gerade die Generation Z ist mit dem Gedanken der Wichtigkeit von Feedback groß geworden. Da erscheint es logisch, dass dieser auch einen Teil zur Zufriedenheit beiträgt. Andere Motivatoren können die Selbstverwirklichung, Kreativität, Anerkennung und Transparenz im Unternehmen sein. 

Wie wir die Generation Z motivieren können

 

 

Ziel als Unternehmen muss es sein sowohl Hygienefaktoren, als auch Motivatoren abzudecken, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren. Sich auf einen Faktor zu verlassen reicht dabei nicht aus, denn nur mit dem richtigen Motivationsschub können wir die Generation Z in ihrem Space Shuttle in den Erfolgshimmel katapultieren. 

 

Foto (lizenzfrei):  Eigenaufnahmen von Karin Jagersberger ; auf Pixabay , Nounproject.com

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