Zahlreiche Anwendungen im Internet bieten mittlerweile die Möglichkeit, digitale Whiteboards zu gestalten, um auch in Zeiten von Homeoffice gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Die Gestaltungsvielfalt, die wir von phyischen Flipcharts, Leinwänden & Co kennen bringt MURAL ins digitale und bietet damit ein Tool an, das mehr kann als nur einfärbige Auflistungen auf einer weißen Wand. 

Als wir das erste Mal MURAL verwendet haben, waren wir (positiv!) überwältigt von dem, was dieses Tool alles kann. Bunte Post-its, Fotos & GIFs, Formen und Linien zur Strukturhilfen und vieles mehr ermöglichen es ganz individuelle virtuelle Whiteboards zu erstellen und wecken unser Interesse auf mehr. 

Die Website MURAL beschreibt sich selbst als “digital workspace for visual collaboration”, ist also ein Whiteboard bei dem man in Echtzeit und im Team arbeiten kann. Seit 2011 kann man direkt über den Internetbrowser solche virtuellen Boards gestalten und erweitert seit ihrem Start stetig ihr Angebot an Funktionen und Vorlagen. 

Unsere Anwendung

Für uns kommt die Anwendung vor allem im Webinar-Raum zum Einsatz, weil wir so ganz individuell auf das jeweilige Webinar zugeschnitten die Boards erstellen können und gemeinsam mit unseren Teilnehmer/innen an einem Thema arbeiten können, ohne dass die Teilnehmer/innen einen eigenen Account oder eine extra App benötigen. Dabei versuchen wir unsere Boards immer aus einer Mischung aus kreativen, witzigen Ideen, die zum Thema passen, und sinnvollen Strukturen zusammenzubauen, damit unsere Webinare nicht langweilig und gleichzeitig sinnvoll aufbereitet werden. 
Neben der Anwendung im Seminarkontext verwenden einige unserer Mitarbeiterinnen das Tool auch zum Arbeiten an Projekten. Gerade für Brainstorming-Sessions oder Team-Kick-Offs findet MURAL bei uns großen Anklang, weil die Website dynamische und kreative Prozesse bei uns sehr gut unterstützt. 

Andere Anwendungsmöglichkeiten, die sich mit MURAL bieten, gibt es natürlich auch: 

  • Andere Anwendungsmöglichkeiten, die sich mit MURAL bieten, gibt es natürlich auch:
  • Brainstorming im Team und für Projekte
  • Projekt-Dokumentation
  • Team-Energizer und Spiele
  • Gruppenübungen und Challenges
  • Fragerunden & Reflexionen 

Wie funktioniert dieses Tool? 

Um mit MURAL zu arbeiten braucht man zu Beginn auf jeden Fall etwas Zeit, sich mit den ganzen Funktionen und Möglichkeiten der Website vertraut zu machen. Zum Einstieg und Ausprobieren gibt es eine 30 Tage Testversion, bei der Sie die Anwendung und alle Funktionen uneingeschränkt ausprobieren können. 

Sobald man sich registriert und eingeloggt hat, kann es auch schon mit der Erstellung eines Boards losgehen. Gerade zu Beginn ist es hilfreich sich an den zahlreichen Vorlagen zu orientieren, die die Website bietet. Dafür kann man auswählen für welchen Zweck das Whiteboard benötigt wird und schon werden passende Vorlagen von bereits erstellten Boards vorgeschlagen. 

Möglichkeiten zur Anwendung werden von MURAL bei Erstellung eines neuen Boards vorgeschlagen

 

Nach der Auswahl einer Vorlage kann man diese dann im eigenen Projekt individuell noch anpassen und verändern. 

Wer es lieber selbst ausprobieren möchte und was ganz eigenes aufbauen möchte kann mit einem leeren Whiteboard beginnen und der eigenen Kreativität freien Lauf lassen. 

MURAL bietet zahlreiche Funktionen; gesehen auf: https://www.franziska-blickle.com/post/all-about-mural

Vor- und Nachteile 

Zur Erstellung und Anwendung werden keine zusätzlichen Apps benötigt, ein aktueller Webbrowser reicht aus.
+  Teilnehmer/innen, die das Whiteboard nur befüllen, benötigen keinen eigenen Account (anders als Teammitglieder, wenn Whiteboards gemeinsam erstellt werden sollen)
+  Es gibt eine sehr große Vielfalt an Formen, Farben, Vorlagen und Zusatzfunktionen.
+ Durch die Möglichkeit zur kompletten Eigenerstellung eines Whiteboards können diese individuell auf das eigene Projekt zugeschnitten erstellt und bearbeitet werden.
+ Whiteboard-Ersteller/innen haben eine Vielzahl an Zusatzfunktionen, zum Beispiel Stopp-Uhren, Voting-Möglichkeiten, Sperren von Bausteinen, …
+ Bilder, GIFs und Links lassen sich leicht integrieren.

 

–  Anfangs kann die Menge an Funktionen und Möglichkeiten etwas überfordernd sein. Die Anwendung benötigt zu Beginn etwas Zeit, um sich zurecht zu finden. Hat man den Dreh einmal raus, geht es dafür dann ganz einfach und es sind (kaum) Grenzen gesetzt.
–  Es gibt keine Gratis-Version der Anwendung, nur eine 30 Tage Test-Version, danach ist die Nutzung kostenpflichtig. → Die Kosten betragen je nach Mitgliedschaft 12$ pro Teammitglied.
–  MURAL benötigt eine stabile und gute Internetverbindung, ansonsten kommt es ab und zu zu eingefrorenen Bildschirmen oder Verzögerungen, wenn viele Personen gleichzeitig an einem Board arbeiten.

Unser Fazit 

Beim ersten Versuch damit zu arbeiten, war es eine Herausforderung sich zu orientieren und in der Vielzahl an Möglichkeiten jene zu finden, die am besten zu unserem Vorhaben passt. Doch hat man sich erstmal zurecht gefunden und einige Funktionen ausprobiert, macht es richtig Spaß sich auf Mural auszutoben! Kreative Köpfe können sich hier unbegrenzt ausleben und ihre Ideen auf das digitale Whiteboard zaubern. Und wenn es schnell gehen muss finden sich zahlreiche gut strukturierte Vorlagen zum Brainstorming & Co, die sich ganz schnell an das eigene Projekt anpassen lassen. Also unsere Empfehlung geht raus an alle, die ihre Methodenkiste um ein Tool erweitern wollen, mit dem man (fast) alles auf einem kollaborativen Whiteboard gestalten kann!

 

 

Fotos (lizenzfrei):  Eigenaufnahmen von Karin Jagersberger ; Michal Jarmoluka auf Pixabay 

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